Fotografie | Portraitfotografie für Alle
00:00:00: Speaker: Hi und herzlich willkommen zurück zu Menschenporträts. Denkanstöße. Mein Name ist Manuelito Röhr und heute hörst du den zweiten Teil meines Businessplan Specials. Ich habe in der letzten Ausgabe schon angedeutet, dass wir heute über zwei mächtige Schlagwörter diskutieren werden, oder? Beziehungsweise sprechen werden. Vision und Positionierung Vision hört sich ja so ein bisschen. Ja, das ist so so rum. Wünscherei und Positionierung klingt so konkret. Beides und vor allen Dingen beides in der Verbindung ist sehr, sehr wichtig. Wenn wir über Visionen sprechen, denken, denken viele zuerst an große Worte, an Motivationsposter, an Start ups im Silicon Valley. Aber Visionen beginnt nicht im Außen. Sie beginnt in. Ja, in so einem Moment mit einer einfachen Frage Warum mache ich das, was ich mache und wer will ich eigentlich dadurch werden oder sein? Als Fotograf oder Fotografin oder ganz allgemein als kreative Persönlichkeit ist die eigene Vision erstmal kein Marketingtool. Sie ist sowas wie. Genau wie der Businessplan und Kompass. Ohne sie arbeitet man zwar, aber mit ihr fängt man wirklich Gestaltung an. Die Vision von dem, was du eigentlich tun möchtest, bedeutet, dass du dich bewusst entscheidest, wofür du deine Zeit, deine Energie und dein Talent einsetzt. Will ich Erinnerungen schaffen? Will ich Menschen stärken? Will ich Ästhetik erschaffen? Will ich gesellschaftliche Themen sichtbar machen. Und dann kommt noch eine zweite, viel, viel wichtigere Frage Wer will ich denn eigentlich in fünf Jahren sein? Nicht so! Ja, das ist wichtig. Ich weiß. Aber nicht so fragen wie Wie viel will ich denn verdienen in fünf Jahren? Oder wie viele Follower will ich auf Instagram haben? Sondern wer will ich in fünf Jahren oder zehn Jahren völlig egal jetzt gerade geworden sein? Will ich ein selbstbewusster Unternehmer oder eine Unternehmerin sein? Will ich anerkannt werden für das, was ich tue? Will ich ein Künstler mit einer klaren Handschrift sein? Willst du perfekt im Networking sein und ein starkes Umfeld aufbauen? Diese Frage, die kann alles verändern. Denn wenn du weißt, wer du sein möchtest, kann ich oder kannst du dein heutiges Handeln daran ausrichten? Deine eigene Vision, die ist nichts, was man so einmal formuliert, dann einrahmen, sich jeden Tag anguckt, sondern die entwickelt sich, die wird klarer, aber sie braucht halt eben eine Richtung. Und die wichtigste Erkenntnis dabei ist, dass die Vision nicht das Ziel ist, sondern die Vision ist eine Art Na, wie soll ich das jetzt erklären? Eine Identität in der Zukunft. Etwas, was du bildlich greifen kannst. Wenn wir anfangen, eine Vision zu entwickeln, dann müssen wir auch darüber sprechen, dass du eine Vision davon haben musst, wie deine eigene Bildsprache aussieht und wo darin die Wiedererkennbarkeit stattfindet. Denn ich glaube, du wirst mir Recht geben, wenn ich sage, dass jeder in der Lage ist zu fotografieren. Aber nicht jeder hat eine Handschrift bzw hat seine Handschrift bislang gefunden. Ähm, die Vision und die bildlich machung dieser eigenen Bildsprache ist aus meiner Sicht eine der entscheidendsten Fragen in der Positionierung. Denn am Ende kaufen deine Kunden ja nicht nur Fotos, sie kaufen einen Stil, sie kaufen Atmosphäre, Sie kaufen ein Gefühl. Was? Ähm, ja. Was sollen denn die Menschen denken, wenn sie ein Bild von dir sehen, ohne deinen Namen zu lesen? Es ist irgendwie reduziert. Es ist emotional. Es ist laut. Es ist ruhig. Es ist dramatisch. Ist es ehrlich? Diese. Diese Wiedererkennung, die entsteht ja nicht zuverlässig. Nicht zufällig. Sie entsteht ja eben durch Entscheidungen, ob du dir jetzt bewusst oder unbewusst triffst, sondern Lichtführung In welcher Farbwelt finden deine Fotos statt, Deine Perspektive, deine Komposition und insbesondere auch deine Nähe zum Menschen? Ähm, wenn sich so Fotografen und Fotografinnen am Markt orientieren, schauen die ganz oft was denn gerade so funktioniert. Aber eine Vision davon zu haben, von ihrer Bildsprache, die entsteht nicht durch die Trends, die sie sich da irgendwie abgucken, sondern durch diese innere Klarheit und das Wissen, was ich denn eigentlich tun möchte und wofür ich stehe. Vielleicht um wenn du so dich selber dabei ertappt und merkst Scheiße, ja, ich weiß es gar nicht so richtig. Und ich bin eigentlich irgendwie noch auf der Suche genau danach. Dann kannst du dir für den Anfang vielleicht so zwei, drei einfache Fragen stellen, die, wenn du genau hinguckst, vielleicht dann doch nicht so einfach sind. Zum Beispiel Welche Bilder berühren dich selbst? Welche Ästhetik? Zieh dich so richtig magisch an und was fotografierst du immer wieder, auch ohne dass du vielleicht dazu einen Auftrag hast. Möglicherweise liegt genau da in der Beantwortung dieser Fragen dein Kern. Diese Wiedererkennung entsteht auch in der Regel nicht durch Zufall, sondern sie ist am Ende einfach eine Strategie. So, wenn vielleicht kennt das einer von euch und die Leute gucken sich irgendwas an und sagen Hey, das sieht nach dir aus, das hast du doch fotografiert. Genau an dem Punkt. Dann hast du was erreicht. Also natürlich, wenn jetzt die Leute sagen Boah, du machst nur Müll. Das habe ich genau daran erkannt, an dem, was ich da gesehen habe. Dann ist es vielleicht jetzt nicht das lohnenswerteste Ziel, aber im Gegenteil, Wenn du damit Leute erreichst, die denken Boah, krass, das ist genau die Handschrift von dem oder der, das ist schon wichtig. Und wenn wir eine Vision als. Ähm, Also eine Vision über unsere Bildsprache haben, sollten wir uns auch mal eine Vision entwickeln, wer wir eigentlich als Unternehmer sein wollen. Ich weiß, dass das so ganz, ganz hart ist, sich damit auseinanderzusetzen. Vor allen Dingen, weil viele, viele, viele Fotografen und Fotografen in sich ja eher als Künstler sehen. Aber in der Regel, sobald halt irgendwie die Kohle fließt, bist du auch Unternehmer oder Unternehmerin. Und genau an dem Punkt scheitern eben viele. Da gibt es eine künstlichere künstlerische Version Vision, aber eben keine unternehmerische Vision als Unternehmer bedeutet. Wie soll denn mein Business in fünf Jahren aussehen? Was kann darunter fallen? Bleibe ich der Ewige? Ich arbeite für mich alleine oder habe ich ein Team? Ja, Also habe ich jemanden, der meine meine Bildbearbeitung macht. Wenn ich noch Filme gibt es dann Cutter gibt es. Je nachdem, wie groß du eben wirst, gibt es Leute, die für dich die Akquise übernehmen, oder, oder, oder. Habe ich ein Studio? Arbeite ich nur in Deutschland oder versuche ich auch international Fuß zu fassen? Kann ich das, was ich da tue, in irgendeiner Form skalieren? Ja, also gerade auch eben diese Arbeiten auslagern, ob es die Bildbearbeitung ist, ob es die Akquise ist. Also es gibt ja genug, die da wie Phönix aus der Asche sprießen und direkt eben mit einem Team starten. Ob das jetzt am Ende immer das Ergebnis, das goldene vom Eis. Aber diese Firmen funktionieren in der Regel. Oder willst du halt eben bewusst klein bleiben? Und Vision heißt hier in dem Punkt aber auch Welche Art von Kunden möchte ich denn anziehen? Willst du mit Premiumkunden arbeiten, die dir richtig Zaster auf den Tisch legen. Ja, und du, da dementsprechend auch deinen Output gibst. Sind es Familien? Sind es Unternehmen? Wendest du dich an Agenturen um deine. Deine unternehmerische Vision bedeutet halt eben auch, dass du dir klar darüber bist, wie dein Preisniveau ist. Die Marktposition, deine Qualität und auch die Prozesse, die du dahinter hast. Also der Prozess fängt ja schon an in der Kundenanbahnung. Wie reagierst du auf eine Anfrage? Wie führst du den durch den Prozess bis zum Termin? Und was passiert nach dem Termin? Das alles ist ein Qualitätsprozess. Und mal ganz ehrlich wenn du keine unternehmerische Vision hast, dann. Dann bleibt man halt selbstständig. Aber du bist kein Unternehmer. Dann ist so die Frage Was ist für dich eigentlich bedeutet, Fotograf zu sein? Denn als Fotograf bist du. Und das? Das schmeiße ich mal so rein. Bist du nicht einfach ein Dienstleister? Du beobachtest. Du interpretierst. Du hast eine Verantwortung deinem Kunden oder deiner Kundin gegenüber. Je nachdem, was du machst, hältst du Momente fest. Die, die nie, nie, nie wiederkommen. Du beeinflusst maßgeblich mit, wie Menschen sich selbst sehen. Du prägst Erinnerungen. Was bedeutet das denn für dich persönlich? Siehst du dich als Künstler? Bist du Chronist? Bist du Dienstleister? Bist du ein Geschichtenerzähler? Auch das, wenn man. Wenn. Wenn du dir darüber bewusst wirst, dann verändert das deine Haltung beim Fotografieren. Und das spürt man. Also deine Haltung, die spürt man eben auch in den Fotos, die du herstellst. Wenn wir über Positionierung sprechen, müssen wir vielleicht auch über ein paar Grundsätze reden. Positionierung heißt nicht Ich mache alles ein bisschen so wie das China Restaurant Mykonos. Was schon Helge Schneider irgendwie besungen oder besprochen hat. Wo du eine Seite auf der Karte, da findest du alle Döner Gerichte, dann kommt irgendwas aus einem aus dem indischen Raum, dann kommt noch ein Schnitzel und dann gibt es da noch alles aus der italienischen Karte, alles schön fein aus dem Tiefkühler. Alles machen wir so ein bisschen, aber halt nie in geil. Positionierung heißt, dass du für etwas stehst. Und da sind Grundsätze auch ganz wichtig. Und was immer wichtig ist und bleiben wird, ist, dass Qualität immer vor Quantität stehen muss. Dein klarer Stil steht immer vor. Anpassung lebt Wertschätzung anstatt Preiskampf. Und deiner Authentizität. Statt einer Jagd nach Trends. Diese Positionierung bedeutet halt auch, Nein sagen zu können. Aufträge, in denen du dich so gar nicht wohlfühlst oder Kunden, die du nicht haben möchtest. Ich weiß, das ist bitter, gerade wenn man um jeden Euro in Phasen kämpfen muss. Aber dieses Nein ist auch mal wichtig. Weil also wenn du irgendwie für alles stehst, dann stehst du damit gleichzeitig auch irgendwie für nichts. Also ich habe letztens erst die Tage, ähm die Rede gehabt, dass ich so unglaublich arrogant rüber komme, was ich extrem schlimm finde, so im ersten Moment schlimm finde, weil ich es überhaupt nicht bin. Also von mir kann man das letzte Hemd haben. Ich beantworte gerne Fragen. Gerade wenn Einsteiger irgendwie mal fragen wie hast du das so gemacht und wie würdest du reagieren und wie würdest du so einen Preis zusammensetzen? Es ist alles vollkommen legitim. Aber. Jetzt habe ich den Faden verloren. Du. Du musst ja irgendwie für was stehen. Und wenn die Leute wegen meiner Fotos vielleicht denken, ich wäre arrogant. Dann ist es so und dann sind es vielleicht auch nicht die Leute, mit denen ich zu tun haben möchte oder was auch immer. Aber Leute orientieren sich möglicherweise auch an dir und wollen sehen, dass du Eier in der Bux hast, oder? Liebe, liebe weibliche Zuhörerinnen, setze ein, für was immer du stehst. Ja, also ich finde es geil, eine Position zu beziehen und das solltet ihr. Das solltest du aus meiner Sicht auch. Wenn du über Positionierung sprichst, musst du dich zwangsläufig mit deinen Mitbewerbern und Mitbewerberinnen auseinandersetzen, die so in deinem Umkreis gibt. Überlegt den Radius und guckt dir einfach mal um. Guck dich um, wer denn da so fotografiert und versucht mal so die eigene emotionale Brille abzusetzen. Ja, dass du guckst nicht mit Neid oder denkst Boah, krass. Der macht richtig geil oder die macht richtig geilen Scheiß. Auch nicht mit Angst, sondern wirklich. Stell dir vor, du sitzt da in deinem Businessanzug und möchtest mal ganz nüchtern Zahlen kontrollieren? Ja. Also sei analytisch, dann guckst du dir mal an, welche Stile dominieren, welche Preisklassen werden da angesprochen? Also es gibt ja doch noch einen großen Teil an Fotografen und Fotografen, die die feste Angebote rausschmeißen, Die sagen okay, Session XY über XY und so und so viel Fotos kosten dich soundso viel. Willst du eine schöne Bearbeitung? Kostet das noch mal was? Guck dir das mal genau an, schreib dir eine Tabelle oder was auch immer. Auch über Chat gechipt kannst du auch solche Anfragen gut generieren. Also zumindest schon mal als Grundstock, wenn du dich genau mit deinen Mitbewerbern und Mitbewerberinnen befasst. Kannst du auch gucken, welche Zielgruppen sprechen die eigentlich an? Ja, also such mal raus, wo liegen möglicherweise auch die USPS? Also es ist erstmal auch wie oben so guckst nicht durch die emotionale Brille. Genauso wichtig ist es, dass du dir bewusst wirst, dass die das deine Konkurrenz erstmal kein Feind ist, sondern dass das dir auch eine gewisse Form von Orientierung gibt. Denn die entscheidende Frage aus meiner Sicht, die lautet ja nicht Wie kann ich denn so werden wie die? Sondern Wo bin ich eigentlich anders? Und damit kommen wir zu so einem Ding, was ich gerade schon mal im Nebensatz angesprochen habe Was ist denn dein USP? Also was ist dein Unique, deine Unique Selling Proposition? Also was ist das, was dich einzigartig macht? Warum soll ein Kunde oder eine Kundin zu dir kommen und nicht zum Fotografen? Zwei Straßen weiter Ist es dein Stil? Ist es deine Persönlichkeit, deine Spezialisierung, deine Art, Menschen zu führen, Dein Service? Dieser dieser wahre Grund im USP liegt oft nicht im Technischen, sondern im Zwischenmenschlichen. Ähm, Du, Du hast es vielleicht schon mal irgendwie mitbekommen, dass du eine Fotografin oder einen Fotografen kennst, wo du dir selber denkst? Alter, ich finde die Sachen eigentlich irgendwie nicht geil, aber der oder die ist richtig dick im Geschäft und das hat oft was mit Marketing zu tun bzw mit Networking. Und dieses Networking ist eine Form von Marketing, weil du ganz, ganz vielen Menschen erzählst, was du eigentlich tust und wie sehr du dafür brennst. Und dann ist. Wenn wir über die USP sprechen, müssen wir uns die Frage stellen Braucht denn der Markt, der Markt, der sich zusammensetzt aus deiner Region und deinen Mitbewerbern und deinen Kunden? Braucht der Markt deinen USP? Das ist eine relativ unbequeme Frage. Denn nur weil irgendwas einzigartig ist, heißt es noch immer nicht, dass es gefragt ist. Deswegen musst du natürlich prüfen, ob es eine Zielgruppe gibt, die genau das sucht, was dich einzigartig macht. Wenn ja, perfekt, Geil. Und wenn nein, dann musst du nachschärfen. Diese Vision, die braucht Realitätssinn. Und daraus schließt sich die wichtige Frage Bist du lediglich ein weiterer Fotograf oder Fotografin. Das ist hart. Aber wichtig. Wenn dein Portfolio austauschbar ist, dann bist du austauschbar. Damit greife ich dich überhaupt nicht an, sondern das ist für dich eine Einladung, darüber nachzudenken, ganz neutral darüber nachzudenken. Ein weiterer Fotograf oder eine weitere Fotografin zu sein, heißt höchstwahrscheinlich Standardpreise, Standardlook, Standardkommunikation. STANDARD Und die Frage ist Willst du das? Frag dich doch mal selber, was dich denn eigentlich anzieht. Und ganz häufig ist es doch Sind es Dinge, die nicht im STANDARD liegen, wo du denkst Krass, das hast du so noch nicht gesehen oder in der Kundenkommunikation, Dann hast du mal vielleicht irgendwo eine Beschwerde eingereicht oder hast dich über ein Angebot informiert und fandest das so mega gut wie du darüber aufgeklärt worden bist, wie es zu einem Termin gekommen ist. Das sind alles so Kleinigkeiten, die bestimmen das. Und. Nochmal die Frage ist Willst du das? Willst du der STANDARD sein? Und wenn nein, dann reißt dir den Hosenboden auseinander um zu gucken, was kannst du wesentlich besser als andere und wie kannst du das für deine Positionierung nutzen? Wie kannst du das und damit dich zur Marke machen? Ja, und das setzt voraus, dass du dich ehrlich mit dir auseinandersetzt. Und jetzt knüpfen wir noch mal an so einer Sache, die ich gerade im Nebensatz gesagt habe Kannst du gut netzwerken? Fotografie ist und bleibt auch immer noch ein Beziehungsgeschäft. Ja, also bedeutet heute nicht, dass du einfach wahllos durch die Gegend läufst und irgendwelche Visitenkarten verteilst. Das bedeutet auch echte Beziehungen aufbauen, weil Empfehlungen sind immer noch die stärkste Marketingform, die es überhaupt gibt. Du kaufst viel, viel lieber irgendwo ein, wo du ganz klare Empfehlungen hast und weißt, wo Leute schon gute Erfahrungen gemacht haben. Warum googlest du sonst nach irgendwelchen Bewertungen von Firmen oder Produkten, die du die, die dich interessieren? Warum hörst du auf einen guten Freund, der sagt Pass mal auf, fahr mit deinem Auto mal in die und die Werkstatt, die haben faire Preise und die machen eine mega Arbeit. Ja, überleg doch mal, warum legst du auf sowas Wert? Naja, es gibt dir ja ein Gefühl von Sicherheit. Je nachdem. Und dieses Gefühl der Sicherheit lässt sich eben hier auch super übertragen. Denn wer fotografiert werden möchte, der möchte ein Stück Sicherheit. Er möchte sich gut aufgehoben fühlen, der möchte seine Fotos relativ zeitnah haben. Das sind alles Dinge. Wenn da eine Empfehlung kommt und er sagt Boah, hier geht zu dem, der macht wirklich guten Kram und du hast deine Fotos schnell und so, dann ist das ja schon die die halbe Miete. Und damit halt auch die Frage Ist denn für die Positionierung das Networking wichtig? Und ja, absolut ja. Also denn wie soll ich sagen, die empfehlen ja jetzt. Also wenn ein Mensch dich empfiehlt, der empfiehlt ja nicht deine Technik und er empfiehlt auch nicht Boah, krass, der fotografiert mit einer Hasselblad oder der fotografiert mit einer Leica oder was auch immer, sondern die empfehlen die Persönlichkeit, also dich als Person. Und das ist auch wieder ganz wichtig, wenn du so ein ganz, ganz Internetaffiner bist und so viel Wert auf Instagram und Co legst, dass deine Positionierung nicht nur online entsteht, sondern vor allen Dingen in Gesprächen. Und allein das Netzwerken, Deine Gespräche, das auf ein gewisses Level zu heben, bringt dich unfassbar voran. Wie wenige Menschen nehmen sich mal einen Tag in der Woche Zeit, um einfach eine Beziehungspflege zu treiben, mit Kontakten immer mal wieder in Kontakt zu treten, die man, was weiß ich, vielleicht vor einem halben oder vielleicht einem Jahr das letzte Mal gesehen oder gehört hat und das regelmäßig immer wieder aufzufrischen. Du weißt nie, wofür das gut ist. Gerade so zum Beispiel in dem Prinzip ähm, gibt ja auch Leute, die die, die dann sagen ja, was bringt mir das denn, Ich kenne ja sowieso kaum Leute. Aber wenn wir mal davon ausgehen, dass vielleicht jede Person durchschnittlich neun und neunzig Personen kennt. Was passiert denn dann? Du kennst eine Person mit neun und neunzig Kontakten und möglicherweise empfiehlt sich irgendwann mal die eine Person an zwei Personen weiter und die kennen jeweils auch wieder neun und neunzig Personen. Jetzt? Jetzt leg mich bitte nicht auf diese neun und neunzig Personen fest. Ich glaube, du weißt, was ich sagen möchte. Ganz, ganz schnell können sich diese Kreise potenzieren. Und gerade wenn das in verschiedene Bubbles geht. Ja klar, wenn alle irgendwie in einem Kreis unterwegs sind, dann deckt sich da ganz, ganz vieles. Aber dein, dein Potenzial, das kann da unerschöpflich sein. Aber also Netzwerken ist ein ganz riesengroßes Thema für sich. Da werde ich vielleicht auch noch mal einen Podcast drüber machen. Aber jetzt bleiben wir erstmal hier bei Vision und Positionierung. Frag dich, welche Dienstleistungen willst du eigentlich anbieten? Weil auch diese Klarheit, die du im Angebot schaffst, schafft halt eben auch Vertrauen bei deinem Gegenüber. Bietest du Porträtfotografie an? Business, Fotografie, Events, Hochzeiten, Workshops, Bildbearbeitung, Fotografie, Scheidungen. Ich weiß es nicht. Oder ist dein Angebot halt eben diffus und irgendwie ja gar nicht durchschaubar? Je klarer das ist, umso mehr signalisierst du halt eben auch Kompetenz. Diese Beschränkung auf wenige Bereiche hat sowas von Ich mache alles. Das klingt zwar flexibel, wirkt aber echt beliebig. Und wie willst du denn in allem gut sein? Das kauft dir kein Mensch ab. Wenn ich jetzt sagen würde Boah, ich pack total geile Brötchen und kann auch super Fünfzylinder reparieren und darüber hinaus kann ich ein mega geiles Make up produzieren. Glaubt ihr überhaupt kein Mensch? Ja, wir Menschen sind ja nicht in der Lage alles gut zu können und dementsprechend muss man sich da irgendwie mal entscheiden, wo man wirklich gut drin ist. Ja, wenn du dich ausschließlich auf Porträts spezialisieren möchtest und das auch machst und das gut machst und das auch immer wieder nach außen kehrst, dann wirst du irgendwann mal als Experte in diesem Gebiet wahrgenommen. Ein Fotograf für alles, das ist dann so einer, wo direkt so eine Erwartungshaltung geknüpft ist. Ja, der macht alles, der doch gleichzeitig günstige Preise kriegst schnell einen Termin. Ich will vielleicht gar nicht, dass die Leute schnell bei mir einen Termin kriegen. Ich will, dass die Leute schon mal cool finden, dass sie einen Termin bekommen könnten und dass, wenn ich einen Preis aufrufe, dass sie sagen okay, das ist es mir wert. Ja, diese, diese Spezialisierung, die schafft ja die schafft eine Klarheit beim Kunden, die schafft Vertrauen, schafft eine Basis für höhere Preise und schärft eben auch deine Wiedererkennung. Und vielleicht ist jetzt. Wenn ich jetzt mal runterbrechen möchte und jetzt greife ich den Titel des Podcast auf Denkanstöße etc. Vielleicht ist das jetzt so der wichtigste Gedanke dabei, dass die Position, dass die Positionierung ist, bedeutet, dass du Mut zur Entscheidung hast. Und ich glaube, diesen Mut haben ganz viele, können den aber nicht ausleben, weil sie sich eben nicht klar sind über all das, was wir gerade besprochen haben. Wenn wir das Thema ganz, ganz ernst angehen würden, würden wir uns jetzt auch über ganz, ganz viele Zahlen unterhalten. Aber das ist es jetzt hier in dem Podcast nicht. Den Ansatz, den ich verfolge. Wenn du einen Sparringspartner brauchst, der mit dir Zahlen durchgeht und deine deine Umgebung analysiert etc., dann bin ich für dich da. Das können wir machen. Habe ich auch ein Angebot für. Aber grundsätzlich sind so diese inneren Fragen erstmal viel, viel wichtiger. Ich hoffe, dass du jetzt hierdurch ein bisschen animiert worden bist, über diese Dinge nachzudenken, dir klarer zu werden, was du eigentlich möchtest, wo du irgendwann stehen möchtest und wo du vielleicht jetzt sogar Hilfe brauchst, obwohl du es vorher gar nicht wusstest. Ich wünsche dir viel, viel Erfolg auf deinem Weg und ich wünsche dir noch eine ganz, ganz tolle Zeit. Komm an diesem Montag gut in die Woche. Nichts Geringeres als die Weltherrschaft wartet auf dich. Ich freue mich auf dich, wenn du noch mal reinhörst. Und ich freue mich total darüber, wenn du den Podcast auf Spotify oder Apple Podcasts bewerten würdest oder vielleicht sogar auch eine schriftliche Bewertung da lässt. Mir hilft das von anderen Fotografen und Fotografinnen gesehen und gehört zu werden. Ich danke dir Und bis dann.